Für eine weltoffene und inklusive Landeshauptstadt Magdeburg:

Unsere Forderungen für ein starkes queeres Engagement

In Magdeburg leben Menschen verschiedenster Geschlechter, Orientierungen und Identitäten. Eine moderne Stadt zeichnet sich durch Vielfalt, Akzeptanz und Respekt aus. Um eine solche Entwicklung aktiv zu fördern, fordern wir gezielte Maßnahmen, die queere Menschen und Organisationen stärken und einen integrativen, diskriminierungsfreien Alltag in Magdeburg sichern.

No. 1) Queeres Jugendzentrum

Queere Jugendliche brauchen einen geschützten Raum, in dem sie sich frei entfalten und miteinander austauschen können. Daher fordern wir die Schaffung eines queeren Jugendzentrums in Magdeburg, das von allen queeren Organisationen der Region gemeinsam getragen und gestaltet wird. Dieses Zentrum soll Anlaufstelle, Schutzraum und Austauschplattform für junge queere Menschen sein, die oft isoliert oder ausgegrenzt werden.

No. 2) Angemessene Finanzierung queerer NGOs

Um langfristige Arbeit und Engagement zu gewährleisten, muss die auskömmliche Finanzierung queerer NGOs sichergestellt sein. Organisationen wie Pride Magdeburg e.V., das Frauenzentrum Courage und der LSVD Sachsen-Anhalt leisten mit Bildungsarbeit, Peer-to-Peer-Beratung, Opferschutz und Integrationsangeboten wertvolle Arbeit. Diese Arbeit benötigt nicht nur Anerkennung, sondern auch verlässliche Mittel – verbunden mit Qualitätsstandards in Form von Leistungsverträgen.

No. 3) Fortbildungen für Mitarbeitende der Verwaltung

Für eine inklusive Verwaltung braucht es Sensibilisierung und Wissen. Wir fordern daher für alle (neu eingestellten) Mitarbeitenden der Verwaltung regelmäßige Fortbildungen zu gendergerechter Sprache, geschlechtlicher Identität, sexueller Vielfalt und Sensibilisierung. Nur eine informierte Verwaltung kann den Bedürfnissen einer diversen Bevölkerung gerecht werden und Diskriminierung abbauen.

No. 4) Verankerung der vier Personenstände

Um geschlechtliche Vielfalt sichtbar zu machen, ist die Verankerung der vier Personenstände (männlich, weiblich, divers und ohne Geschlechtseintrag) in den Verwaltungsstrukturen der Landeshauptstadt erforderlich. Menschen, die sich keinem binären Geschlecht zuordnen, haben das Recht auf Anerkennung und Sichtbarkeit, und Magdeburg kann hier eine Vorreiterrolle einnehmen.

No. 5) Einrichtung eines queeren Beirats

Ein queerer Beirat kann die Interessen und Anliegen der queeren Gemeinschaft in die Verwaltungsstrukturen der Landeshauptstadt tragen und beratend zur Seite stehen. Ein solcher Beirat stärkt die Partizipation queerer Menschen und bringt wichtige Perspektiven in Entscheidungsprozesse ein.

No. 6) Gesundheitsnetzwerk für TINA* Personen

Die gesundheitliche Versorgung für Trans-, Inter-, Nichtbinäre und agender Personen (TINA*) ist eine wichtige Grundlage für deren Wohlbefinden. Wir fordern daher ein Gesundheitsnetzwerk für TINA-Personen* unter Leitung des Zentrums für sexuelle Gesundheit (ZfsG), das eine spezialisierte und umfassende Versorgung sicherstellt.

No. 7) Sensibilisierung von Sportvereinen

Sportvereine spielen eine zentrale Rolle im sozialen Leben der Stadt. Wir fordern gezielte Bildungsangebote für Sportvereine, um die Akzeptanz und das Verständnis für Trans-, Inter- und Nichtbinäre sowie nicht-heterosexuelle Menschen zu fördern und Diskriminierung abzubauen.

No. 8) Verstetigung der Ausstattung des ZfsG

Das Zentrum für sexuelle Gesundheit (ZfsG) leistet wichtige Präventions-, Test- und Behandlungsangebote. Diese Arbeit ist unverzichtbar und muss langfristig gesichert werden. Wir fordern daher eine verstetigte personelle und sachliche Ausstattung sowie eine Erweiterung der Angebote.

No. 9) Beratungs- und Netzwerkangebote für Regenbogenfamilien

Regenbogenfamilien benötigen spezielle Beratungs- und Unterstützungsangebote, die oft nur durch Selbsthilfegruppen angeboten werden. Daher setzen wir uns für die Schaffung eines kommunalen Netzwerkes und Beratungsangebotes für Regenbogenfamilien ein, das vom LSVD Sachsen-Anhalt getragen wird.

No. 10) Ein Zeichen für die Community: Regenbogenbank in der Innenstadt

Magdeburg braucht sichtbare Symbole für Vielfalt und Akzeptanz. Eine Regenbogenbank in der Innenstadt kann ein solches Zeichen sein und die Präsenz der queeren Community betonen. Diese Bank soll Ausdruck für Solidarität und Zusammenhalt in unserer Stadt sein.

Wir rufen die Stadt Magdeburg auf, diese Schritte für eine offene und vielfältige Zukunft zu gehen. Queere Menschen sind Teil unserer Gesellschaft, und Magdeburg sollte sich aktiv für ihre Rechte und Sichtbarkeit einsetzen.

Externe Ziele des Pride Magdeburg e.V:

Unsere Vision für eine inklusive, solidarische und starke Community.

No. 1) Inklusiver Pride

Ein zentrales Anliegen des Pride Magdeburg e.V. ist die Gestaltung eines inklusiven Pride-Events. Ein Pride, der alle Menschen willkommen heißt, schafft die Basis für eine breite Beteiligung und eine stärkere Sichtbarkeit der Vielfalt innerhalb der queeren Gemeinschaft. Ziel ist es, dass alle Menschen – unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung, Geschlechtsidentität, Herkunft oder sozialen Lage – am Pride teilnehmen und sich repräsentiert fühlen. Damit setzt der Pride Magdeburg e.V. ein Zeichen für eine offene und solidarische Gesellschaft.

No. 2) Ehrenamtskultur fördern

Eine lebendige und wertschätzende Ehrenamtskultur bildet das Fundament des Vereins. Ehrenamtliche tragen wesentlich dazu bei, dass Veranstaltungen, Beratungsangebote und Community-Projekte stattfinden können. Der Verein fördert die aktive Beteiligung und sorgt für Wertschätzung, Unterstützung und Qualifizierung seiner freiwilligen Helfer*innen. So wird das Ehrenamt nicht nur zu einer wichtigen Stütze der Arbeit, sondern auch zu einem Ort des Lernens, der Begegnung und des persönlichen Wachstums.

No. 3) Stärkung der Community

Der Pride Magdeburg e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, die queere Community in Magdeburg zu stärken. Ziel ist es, durch Veranstaltungen, Begegnungsmöglichkeiten und Hilfsangebote Zusammenhalt und Solidarität innerhalb der Community zu fördern. Die Arbeit des Vereins unterstützt queere Menschen dabei, Selbstbewusstsein zu entwickeln und gegenseitige Unterstützung zu erfahren, und setzt dabei wichtige Impulse gegen Diskriminierung und Ausgrenzung.

No. 4) Stärkung der SafePlaces

Ein sicherer Raum ist für viele queere Menschen entscheidend. Der Pride Magdeburg e.V. setzt sich deshalb für die Stärkung und den Ausbau der bestehenden Safe Spaces ein, um Rückzugsorte und Schutzräume zu gewährleisten. Diese Orte bieten nicht nur Schutz vor Diskriminierung, sondern sind auch wichtige Begegnungsräume. Der Verein arbeitet daran, bestehende Safe Spaces zu unterstützen und neue sichere Orte zu schaffen, damit queere Menschen in Magdeburg frei leben und sich entfalten können.

No. 5) Politisch sein

Queere Themen sind immer auch politische Themen. Der Pride Magdeburg e.V. versteht sich als politische Stimme für die queere Community und setzt sich aktiv für Gleichberechtigung, Toleranz und gesellschaftlichen Wandel ein. Mit einer klaren Haltung gegen Diskriminierung und Ausgrenzung möchte der Verein ein Bewusstsein für queere Themen schaffen und auf Missstände hinweisen. So werden queere Rechte und Themen sichtbar und im öffentlichen Diskurs verankert.

No. 6) Für ein Miteinander – kein Nebeneinander

Der Verein strebt ein Miteinander statt ein Nebeneinander an. Durch den Austausch mit anderen Initiativen, Organisationen und der Zivilgesellschaft fördert der Pride Magdeburg e.V. gegenseitiges Verständnis und Abbau von Vorurteilen. Dieser Ansatz soll sowohl innerhalb der queeren Gemeinschaft als auch in der Gesamtgesellschaft gelebt werden und zur Bildung von Netzwerken und gemeinsamen Projekten führen, die alle Beteiligten näher zusammenbringen.

No. 7) Kooperationen auf Augenhöhe

Der Pride Magdeburg e.V. setzt auf Kooperationen mit anderen Organisationen und Institutionen auf Augenhöhe. Eine Zusammenarbeit, die auf Respekt und Gleichwertigkeit basiert, ermöglicht es, gemeinsame Ziele zu erreichen und Synergien zu nutzen. Der Verein fördert deshalb den offenen Austausch und die Vernetzung mit verschiedenen Akteur*innen, um seine Ziele effektiver und nachhaltiger zu verwirklichen.

No. 8) Zusammenarbeit mit den Mitgliedern

Der Pride Magdeburg e.V. setzt auf Kooperationen mit anderen Organisationen und Institutionen auf Augenhöhe. Eine Zusammenarbeit, die auf Respekt und Gleichwertigkeit basiert, ermöglicht es, gemeinsame Ziele zu erreichen und Synergien zu nutzen. Der Verein fördert deshalb den offenen Austausch und die Vernetzung mit verschiedenen Akteur*innen, um seine Ziele effektiver und nachhaltiger zu verwirklichen.

Mit diesen Zielen leistet der Pride Magdeburg e.V. einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der queeren Community und zur Förderung eines inklusiven und vielfältigen gesellschaftlichen Zusammenlebens. In einer Welt, die Offenheit und Solidarität mehr denn je benötigt, zeigt der Verein, dass Vielfalt eine Stärke ist und dass durch gemeinsame Anstrengungen eine gerechtere und tolerantere Gesellschaft möglich ist.